Dienstag, 17. Juni 2014

Bachelorarbeit Status I

Heute zum ersten Mal wirklich Angst, nicht rechtzeitig fertig zu werden, was Quatsch ist. Die erste Fassung soll in zwei Wochen stehen, ein Drittel hab ich schon, das schaffe ich auf jeden Fall, trotzdem leichte Panik.

Dafür herausgefunden, wie man mit Excel Säulendiagramme erstellt. Wie viele Bachelorarbeiten in Germanistik gibt es wohl, in denen Säulendiagramme vorkommen?

Samstag, 10. Mai 2014

Instagram-s-da-bum-s II

Einfach weil ich die quadratischen Fotos so mag. Hier also noch ein paar: Der Ziegelstein-Möbelfuß, Abschied von meinen Lieblingsregalen, ein abgeschliffener Tisch und verlagerte Bücherstapel!

Mittwoch, 23. April 2014

Und wir starren alle auf unsere Telefone

Gestern hat die Uni wieder angefangen. Ich muss eigentlich nichts mehr machen, außer der Bachelor-Arbeit. Das ist nicht so viel. Deshalb habe ich mir überlegt, noch zwei Sprachkurse zu machen. Französisch fing gestern Morgen an. 

Ich bin also zur Uni gefahren, war zu früh da, weil ich beim ersten Mal immer lieber ein bisschen früher da bin, damit ich einen vernünftigen Platz bekommen. Das hatten sich andere natürlich auch überlegt, der Raum war aber noch abgeschlossen.

Also standen wir alle im Flur und haben gewartet. Und während des Wartens haben alle auf ihre Smartphones gestarrt, damit sie nur ja nicht in das Gesicht eines anderen Kursteilnehmers blicken mussten. Ich fand das erst so albern. Alle mussten sie zeigen, wie beschäftigt sie sind, dass sie tausend Freunde haben, denen sie unbedingt jetzt sofort, dienstagmorgens um acht Uhr bei WhatsApp schreiben müssen. Ich brauch euch alle anderen blöden Teilnehmer nicht, ich habe Freunde.

Ich wette keiner von denen hat all seinen Freunden geschrieben. Niemand braucht so lange, um ein paar Nachrichten zu schreiben. Sie haben alle auf ihren Bildschirmen rumgetippt, zehn Mal facebook gecheckt, damit sie nur möglichst beschäftigt aussahen!

Ich fand das ja aber so albern und habe also erstmal nicht mein Telefon rausgeholt, sondern so freundlich wie möglich in die Luft geschaut, damit sich, wenn die Tür offen wäre und wir uns alle einen Platz suchen würden, jemand nettes neben mich setzen würde.

Na ja. Zehn Minuten habe ich das halbwegs freundlich in-die-Luft-Gegucke ausgehalten. Dann habe ich mein iPhone rausgeholt. Ich musste wirklich sowas von dringend noch einer Freundin schreiben!

Montag, 7. April 2014

In 24 Tagen

Ja, was passiert da? In 24 Tagen ist der erste Mai. Da haben wir frei (ha, das reimt sich), aber das ist nicht das wirklich Wichtige, das in 24 Tagen passiert. In 24 Tagen ziehe ich nämlich auch um. Das vierte Mal in meinem 22-jährigen Leben, was einen Umzug alle fünfeinhalb Jahre macht. Das ist irgendwie gar nicht so wenig!

Na ja, ich ziehe jedenfalls von hier woanders hin, bleibe aber in der gleichen Stadt. Dafür verlasse ich das Wohnheim, in dem sich leider in letzter Zeit der Dreck stapelte, und werde nun in Zukunft eine unglaublich saubere Wohnung mit einer noch sauberen Küche bewohnen - wer's glaubt! Nein, ich bin wirklich kein Hygiene-Freak, aber der Zustand hier ließ in letzter Zeit wirklich mehr als zu wünschen übrig und da wurde dann auch meine Toleranzgrenze überschritten.

Nun muss ich also auf einmal Zeug planen, das ich noch nie planen musste: Internet, Fernsehen, Strom. Ich habe Möbel verkauft und werde demnächst im großen schwedischen Möbelhaus neue kaufen. Außerdem sind schon ein paar schöne Stücke über ebay-Kleinanzeigen in mein noch sehr kleines Zimmer gewandert und ich habe sogar selbst ein bisschen gewerkelt.

Mit Schmirgelpapier und Holzlack aus dem Baumarkt sind zwei Hocker weiß geworden und ein alter Tisch mit weißen Hitzeflecken wieder schön. Da bin ich dann doch ganz stolz auf meine eigenen weiblichen Handwerkerfähigkeiten.

Ohne Bücherregal und Schrank sieht es hier gerade zwar ziemlich chaotisch aus, aber in 24 Tagen ändert sich das ja!

Mittwoch, 2. April 2014

Instagram-s-da-bum-s


So, ich bin da jetzt auch mal unterwegs. Eigentlich schaue ich mir ja lieber die Bilder der anderen an, als selbst welche zu posten, andererseits werden die Bilder mit den Filtern schon irgendwie ganz schön schön. Also gibt es von mir auch ab und zu mal ein paar gelbe oder ausgeblichene oder verdunkelte Bilder, die ich mit meinem iPhone gemacht hab.
Und wer diese Bilder finden will, kann das hier.

Dienstag, 18. März 2014

Warum eigentlich nicht?

Ich lese einen Krimi. Ich lese "Mittsommermord" von Henning Mankell - ein Wallander. Ich war gestern im Buchladen und wollte eigentlich "Dame, König, As, Spion" von John le Carré kaufen, aber das hatte sie nicht, die große Buchladenkette. 

Genervt bin ich also aus der "Spannungs"-Abteilung rüber zur Belletristik. Genervt habe ich ein paar Blicke auf bunte Cover auf halbhohen Büchertischen geworfen und kurz danach festgestellt: Nein, ich will das nicht. Ich will einen Krimi, ich will ein dunkles, mysteriöses, gefährliches Cover. 

Also zurück in die "Spannungs"-Abteilung und entnervt festgestellt: Das will ich ich auch nicht. Ich will keinen Krimi, von dem schon das Blut läuft, der nur dadurch spannend wird, dass man alle paar Seiten damit rechnen muss, dass der unschuldigen, jungen Journalistin, die Nachforschungen in einem komplizierten Fall von verschwundenen Mädchen anstellt, gleich die Kehle aufgeschlitzt wird. Ich will einen guten Krimi, der nicht durch Brutalität spannend wird, sondern durch Intelligenz. 

Das Problem: Ich habe keine Ahnung von Krimis. Wenn man mich fragt, was ich lese, dann sage ich: "Ach, eigentlich alles so, nur keine Fantasy und kaum Krimis." Wieso ich also jetzt auf einmal Krimis lesen will? Gestern habe ich "Sand" von Wolfgang Herrndorf durchgelesen. Seit langer Zeit hat mich ein Buch wieder so gefesselt, dass ich gar nicht mitbekommen habe, wie die Zeit vorbeiraste. "Sand" ist aber kein typischer Krimi. Es ist mehr so eine Spionagegeschichte, weshalb ich mir ja auch John le Carré zulegen wollte, aber den hatte die schlecht sortierte Buchladenkette nicht im Sortiment. Ich hatte also die Wahl zwischen ohne-Buch-wieder-aus-dem-Laden-gehen und einen-anderen-Krimi-mitnehmen. Weil ich aber unbedingt gleich das nächste spannende Buch lesen wollte, musste eins mit.

Unschlüssig huschte mein Blick also über die Buchrücken und meine Laune wurde immer schlechter. Ich wollte ein Buch, aber ich hatte keine Ahnung, welches ich nehmen sollte und mit Beratungen durch Buchhändler habe ich meistens eher schlechte Erfahrungen gemacht. Also musste ich anderes Wissen heranziehen. Mein einziges Krimiwissen habe ich von meinem Vater. Der liest fast nur Krimis. Und der hat alle Wallander gelesen. Deshalb habe ich mir also aus dem Regal mit den schwarzen Buchrücken einen Wallander genommen und lese jetzt einen Krimi, der keine Spionagegeschichte ist, sondern ein richtiger Krimi mit Kommissar. Ich habe schon mal ein paar Wallander gelesen (2 oder 3) aber da war ich erst 13 oder 14. Ich bin mir sicher, dass ich damals noch nicht so viel verstanden habe. Deshalb gebe ich Herrn Mankell jetzt eine neue Chance. Auch Krimis können gut sein, wenn man sich die guten Krimis rauspickt. Vielleicht werde ich jetzt zur Krimileserin. Aber ich will nur intelligente Krimis und nicht welche, die nur brutal sind!

Donnerstag, 13. März 2014

Feiert euch!

Ich liege gemütlich in meinem Bett und schaue Tagesschau. Alles ist gut, erst wird über Uli Hoeneß berichtet, dann noch über was anderes und dann wird mit feierlichem Ernst verkündet, die Entscheidung, den Rundfunkbeitrag zu senken, sei gefallen.

Um ganze 48 Cent, von 17,98 Euro auf 17,50 Euro ist die ehemalige GEZ-Gebühr reduziert worden. WOW! WAHNSINN! FEUERWERK, BITTE! Ganze 48 Cent! Man wolle die Beitragszahler entlasten, heißt es da, sei aber dem Vorschlag, 73 Cent weniger zu verlangen, nicht gefolgt, um Rücklagen bilden und weniger Werbung senden zu können.

Ich liege also in meinem Bett und traue meinen Augen und Ohren kaum. Hören die sich selbst zu? Die Beitragszahler entlasten? Rechnen wir mal bitte nach: 0,48 Euro x 12 Monate, Mensch, das macht 5,76 Euro. Das ist kein Taschenbuch, das ist kein Kinobesuch, das ist keine DVD und auch kein Restaurantbesuch. Das ist der letzte Witz. 

Anstatt ihre supertolle Senkung zu feiern, sollten ARD, ZDF und der Deutschlandfunk diese doch lieber klammheimlich im stillen Kämmerlein durchführen, um sich nicht lächerlich zu machen. Ich als Fernseh-, Internet- und Rundfunknutzer fühle mich von diesem angeblichen Erfolg ehrlichgesagt völlig veräppelt. 

Bitte, nehmt doch meine 48 Cent wieder und sendet dafür einfach mal einen vernünftigen Film pro Woche, anstatt weiterhin zu 95% das Publikum 60Plus mit Schmonzetten und Musikantenstadl zu versorgen. Das einzig Vernünftige in eurem Programm sind die Nachrichten. Und das auch nur, wenn ihr euch nicht gerade selbst feiert!