Mittwoch, 6. Februar 2013

Eine lange Bücherliste

Die Bücher, die ich seit Oktober gelesen habe:

Eine ganze Reihe Schnitzler (mal wieder und immer noch): "Sterben", "Lieutnant Gustl", "Fräulein Else", "Spiel im Morgengrauen", "Das weite Land", "Traumnovelle", "Anatol" - da ich zu den Texten, die ich bereits von Schnitzler gelesen hatte, schon einiges geschrieben hab, lasse ich das jetzt aus. Aber an Schnitzler führt definitiv kein Weg vorbei, wenn man sich etwas für Literatur interessiert. Als Einstieg würde ich glaub ich die "Traumnovelle" empfehlen.

"Was ihr wollt" von Shakespeare: Habe ich gelesen, weil ich mir die Aufführung am Deutschen Theater angesehen habe und mich ärgerte, den Text nicht vorher gelesen zu haben. Dann hätte ich sicherlich mehr verstanden und ich habe mir auch fest vorgenommen, von nun an immer den Text zu lesen, bevor ich ins Theater gehe, zumindest bei klassischen Stücken.

"Stolz und Vorurteil" - mal wieder. Ich glaube ich habe dieses Buch noch nie so oft in einem Jahr gelesen. Auch ein bisschen unnormal.

"Die Herren" von Angelika Schrobsdorff: Das Leben einer Frau über Jahre. Von der Flucht mit der Mutter, weil sie Jüdin war bis zurück nach Deutschland, immer in Begleitung der Herren, die sie erobern und dann doch schnell langweilen, verzweifeln lassen, quälen. Lebensecht - vielleicht.

"Whispers under ground" von Ben Aaronovitch: Der dritte Band der "Rivers-of-London"-Reihe. Hab ich schon mal was zu geschrieben. Hat mir gut gefallen.

"Iwein" von Hartmann von Aue: Muss man lesen, wenn man Germanistik studiert. Zum Glück gibt es die neuhochdeutschen Übersetzungen!

"Der Russe ist einer der Birken liebt" von Olga Grjasnowa. Das ist ein wirklich gutes Buch. Die Geschichte einer jungen Frau. Total nüchtern, reduziert aber so stark, so gut, dass ich ganz schnell und unbedingt mehr davon möchte.

"Pretty Little Liars" Band 1 bis 7 von Sara Shephard:  Hat mich irgendwie süchtig gemacht. Ich wollte daraus eigentlich die englischen Bücher für die nächsten Monate machen, stattdessen hab ich die sieben Bände im Dezember und Januar verschlungen. Die Geschichte ist so simpel und trotzdem bleibt es die ganze Zeit spannend und jeder Band hört so auf, dass man gleich mit dem nächsten anfangen muss.

"Sturmhöhe" von Emily Bronte (ich weiß nicht, wie man die zwei Punkte über das "e" macht, aber eigentlich gehören da zwei hin): Neben "Stolz und Vorurteil", das total anders ist, DAS Buch, in dem es um wirklich große Liebe geht, um Liebe, die hasst und zerstört und tötet und dabei nur immer stärker wird und am Ende dann doch gut endet. Das ist wahre Leidenschaft und dabei so gar nicht kitschig, sondern die schmutzige und kalte Welt Englands im Jahr 1801. Großartige Literatur!

"Marina" von Carlos Ruiz Zafón: So spannend. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, allerdings war es auch wirklich gruselig und hatte schon ziemliche Horror-Anteile. Das hat mir dann nicht mehr so gut gefallen.

"Sommerhaus, später" von Judith Hermann: Zum zweiten Mal gelesen und ich finde es fast noch besser als beim ersten Mal. Neun Erzählungen vom Hier und Jetzt und Früher und Damals und alles erscheint so gut überlegt und durchdacht, jedes Wort ist an die richtige Stelle gesetzt und wenn man richtig gute deutsche Gegenwartsliteratur lesen will, dann muss man Judith Hermann lesen.


Kommentare:

  1. Jetzt interessiere ich mich für "Die Herren" und "Der Russe ist einer, der Birken liebt". Mal gucken, mal gucken, ich hab mir doch erst neue Bücher bestellt ...
    Und "Marina" hab ich geschenkt bekommen, weil das ja namenstechnisch unfassbar gut passt und eigentlich weiß ich so gar ichts von dem Buch. Ich hab nur mal "Der Schatten des Windes" gelesen und fand das ganz nett.

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  2. Hi, schöner Blog und endlich einmal etwas Interessantes zum Lesen. :-)

    lg
    Danny
    www.thinkingmovements.blogspot.com

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